Konfirmanden

Den "klassischen" Konfirmandenunterricht gibt es bei uns natürlich auch - nach wie vor halten wir es für eine ganz wichtige Aufgabe und auch für eine Chance, Jugendliche an der Schwelle zum Erwachsenwerden zu begleiten.
In diesen Jahren, in denen der "Kinderglaube" wegbricht und viele Fragen und Zweifel auftauchen, möchten wir Begleiterinnen und Begleiter sein auf dem Weg.
Wir arbeiten dabei in zwei Gruppen, die jeweils von einem der Pfarrer geleitet werden. Das Konfi-Jahr geht von Pfingsten des einen Jahres bis zur Konfirmation im darauffolgenden Jahr, die an einem der Sonntage vor Himmelfahrt stattfindet.

 

Weil es mit dem Schulunterricht bzw. dem freigehaltenen Mittwochnachmittag immer schwieriger wird, treffen wir uns bis zu den Sommerferien an zwei Konfi-Samstagen. Nach den Sommerferien, wenn die Konfirmanden dann in der 8. Klasse sind, treffen wir uns Mittwoch nachmittags im Gemeinde- und Familienzentrum, Gruppe I von 14.30 Uhr bis 16.00 Uhr, Gruppe II von 16:30 Uhr bis 18.00 Uhr.
Wie der Konfi3 wird auch der Konfi8 von einem Team begleitet:
Jugendmitarbeiterinnen und Jugendmitarbeiter, die bereits einmal beim Konfi3 mitgearbeitet haben, gestalten dann den Konfi8 mit.

 

 

Konfi-Freizeit 2017 auf der Dobelmühle
(von Yola Mayer und Nele Kirn)

Ende Oktober ging wieder eine gelungene und "spaßgefüllte" Konfirmanden Freizeit in der Dobelmühle Aulendorf vorüber. Mit viel Spaß und Engagement begleiteten uns Pfarrerin Oehme, Pfarrer Bertel und unsere Teamer durch ein unterhaltsames, aber auch lehrreiches Wochenende.

Als um 16.30 Uhr alle Konfirmanden am Bahnhof Bad Waldsee eingetroffen waren, ging es auch schon los zur Dobelmühle in Aulendorf. Nachdem wir unsere Betten bezogen hatten, durften wir uns auf dem Gelände umsehen. Ein paar von uns haben sofort den Fußballplatz ausprobiert. Anschließend gab es  Abendbrot. Der nächster Programmpunkt war der Spiele-Abend. Hierbei wurden wir in vier Gruppen aufgeteilt und durften gegeneinander Spiele spielen. Auch die Teamer spielten mit und erklärten uns danach noch, dass wir über die ganze Freizeit hinweg ein Spiel spielen werden. Bei diesem Spiel hat jeder Konfirmand, alle Teamer und auch die Pfarrer einen Geheimauftrag bekommen, welchen es zu erfüllen galt. Ein anderes Spiel war das sogenannte Mörderspiel. Hierbei wurde per Zufall ein "Mörder" aus der Gruppe ausgewählt welcher versuchen musste allein mit einer Person in einem Raum zu sein und diesen dadurch zu "töten". Was sich erstmal sehr brutal anhört, hatte jedoch einen gemeinschaftlichen Zweck. Durch dieses Spiel wollte erreicht werden, dass niemand aus der Gruppe alleine ist und integriert wird. Nach diesem anstrengenden Tag gingen wir dann alle schlafen.

Am Samstag morgen wurden wir um 8.00 Uhr geweckt und um 8.30 Uhr gab es Frühstück. Danach war die Bibel-Lernstraße. Hierbei haben wir in kleinen Gruppen Stationsarbeiten gemacht und dadurch viel über die Bibel erfahren. Anschließend kam das EP-Team an und aß mit uns zu Mittag. Das EP-Team ist mit uns auf eine große Wiesenfläche gegangen, wo mit uns verschiedene Vertrauensspiele gemacht wurden. Wir mussten zum Beispiel mit verbundenen Augen zu einem vorher bestimmten Platz finden. Dabei durften wir uns nicht mit Worten verständigen, sondern mit ausgedachten Klatschkombinationen dafür sorgen, dass alle ans Ziel gelangen. Dabei war nicht nur Vertrauen und Teamarbeit gefragt, sondern wir lernten auch genau zuzuhören. Den Rest des Tages haben wir im Wald verbracht. Dort war es unsere Aufgabe Kugelbahnen nach bestimmten Kriterien zu bauen. So durften wir beispielsweise nur wenige bereitgestellte Hilfsmittel und Naturmaterialien nutzen. Nach einer Stunde wurden die beiden Kugelbahnen nach verschiedenen  Kriterien bewertet und somit ein Gewinnerteam bestimmt. An diesem Abend erwartete uns etwas ganz Besonderes. Die Teamer bereiteten für uns mit viel Mühe ein "Biblisches Essen" vor. Bei Kerzenlicht, musikalischer Unterstützung von unseren Teamern und mit ganz besonderen Speisen wurde gegessen. Fast wie Jesus damals mit seinen Jüngern. Nach dem Essen sind wir dann alle raus gegangen und haben ein Lagerfeuer gemacht. Während dem Lagerfeuer hat sich immer eine fünfer Gruppe im dunklen Wald versteckt und eine andere musste sie finden. Da es kalt wurde sind wir hinein gegangen und haben noch den Film " In Time " angeschaut. Diesen Film haben wir am nächsten Morgen im Gottesdienst gebraucht.

Am nächsten Morgen wurden wir wieder um 8.00 Uhr geweckt und um 8.30 Uhr gab es Frühstück. Nach dem Essen haben wir Putzdienste bekommen und haben die Dobelmühle wieder auf Vordermann gebracht. Nachdem alle Zimmer fertig waren sind wir in den Himmelsblick gegangen. Das ist ein Raum mit einem großen Dachfenster. Hier haben wir Gottesdienst gefeiert. Aber auch auf den Film von gestern bezogen über das Leben gesprochen und uns wurde die Frage gestellt was wir tun würden wenn wir nur noch eine Stunde zu Leben hätten. Danach gab es Mittagessen. Als alle fertig waren haben wir draußen noch Gruppenfotos gemacht und lustige Spiele gespielt. Doch als die ersten Eltern kamen hieß es für alle Abschied nehmen.

Es war ein sehr schönes, spannendes und außergewöhnliches Wochenende.